Tarnów in 3 Tagen

Für die Leute, die ein paar Tage in Tarnów verbringen wollen, bieten wir folgendes Programm an. Wenn Sie daran interessiert sind, prüfen Sie bitte vorher die Öffnungszeiten der vorgeschlagenen Anlagen. Machen Sie das entweder direkt bei gegebener Touristenattraktion oder bei dem Tarnower Informationszentrum. (TCI) +48146889090, e-mail: centrum@it.tarnow.pl

 

Der erste Tag – Am Nachmittag:

Besichtigung des Tarnower Ethnografischen Museums – eine Ausstellung, die der Geschichte und Kultur der Roma gewidmet ist.

Das Ethnografische Museum (montags geschlossen) , die Krakowska-Straße 10, tel : +48146220625, www.muzeum.tarnow.pl

In dem alten stadtnahen Gasthaus befindet sich das Ethnografische Museum, wo man sich die einzige in Europa Dauerausstellung anschauen kann, die der Geschichte und der Kultur der Roma gewidmet ist. Im Hof des Museums kann man sich die echten Fuhrwerke der Roma anschauen. Auf Wunsch kann man sich an einem Zigeunerlagerfeuer beteiligen und den Tanz der in die farbigen Trachten gekleideten  Zigeunerinnen bewundern.

Jedes Jahr im Sommer macht sich von hier das „Zigeunerlager der Erinnerung“  auf den Weg, das  Touristen aus der ganzen Welt heranzieht. Während einer mehrtägigen Wanderung durch die Tarnower Region kann man den Charme des Nomadenlebens der Zigeuner erfahren.

 

Der erste Tag – am Abend.

Ein Spaziergang durch die Tarnower Altstadt, verbunden mit einem Besuch von Pubs und Cafés . Tarnów kann man während des Tages kennen lernen, aber fühlen und verstehen diese Stadt kann man nur in der Nacht. Ein Spaziergang durch die Tarnower Altstadt im Lichte der Lampen und Laternen, unter illuminierten, jahrhundertealten Gebäuden, im Stimmengewirr von Gesprächen, die in allgegenwärtigen Pubs und Cafés geführt werden, lässt das besondere Klima der Stadt spüren. Die Originalität von Tarnów bildet eine einzigartige Mischung der Architektur der Renaissance und des  Klimas des Königreichs Galizien. Die Altstadt wurde zum eigenartigen Zentrum der Unterhaltung und des kulturellen Lebens. Das betrifft sowohl Ausstellungen, Vernissagen, literarische Salons, als auch klassische Musikkonzerte. Es gibt auch verschiedene Unterhaltungsformen für Jugendliche wie z.B. Konzerte, Discos oder Happenings. Der auf dem Marktplatz verbrachte Abend bereitet uns entsprechend auf den zweiten Tag vor. Der aktuelle Kalender kultureller Veranstaltungen ist unter www.it.tarnow.pl zu erreichen.

 

Der zweite Tag – am Nachmittag:

Die Besichtigung der Kathedrale, des Diözesanmuseums, Spaziergang durch die Vorstadt verbunden mit der Besichtigung der Marienkirche in Burek und des alten Friedhofs. Das Mittagessen in einem der Tarnower Restaurant. www.it.tarnow.pl

Die Basilikakathedrale gehört zu den wichtigsten Gotteshäusern der Stadt und Tarnower Diözese. Drinnen fallen, die größten in Europa, über  13 Meter hohe monumentale Grabdenkmäler der Familie Tarnowski und Ostrogski, die gleich hinter dem Altar stehen, ins Auge. Beachtenswert ist auch im Südschiff der Kathedrale das Grabdenkmal von Barbara Tarnowska  (aus der Familie Tęczyński), der ersten Frau von Hetman Tarnowski. Es gehört zu den schönsten Meisterwerken der Renaissance- Grabdenkmäler in Europa. Die Kunstkenner zählen diese Skulptur zu den schönsten Darstellungen der Frau der Renaissancezeit.   Vor der Kathedrale befindet sich das älteste Denkmal der Welt (aus dem Jahre 1981) des Papstes Johannes II. Gleich bei der Kathedrale  befindet sich das Mikołajowski Haus aus dem Jahre 1524, das in seinem Inneren die Schätze des ältesten Kirchenmuseums in Polen, des Diözesanmuseums ( 1888) versteckt . Das Museum präsentiert eine reiche Sammlung von Sakralkunst ab dem Mittelalter wie z.B. Malereien, gotische Skulpturen, Messgewänder, Frühdrucke, Inkunabel sowie auch Volkskunst, darunter eine Sammlung von Volksmalerei auf Glas. Zu den Schätzen des Museums  gehören solche Gemälde wie : „Das Beweinen in Chomranice“ (Mitte des 15. Jahrhunderts) ein mittelalterliches Meisterwerk der sog. Krakauer Malerei. „Die Pieta aus Biecz“ (1380 – 1400) „Das Beweinen vom Schwarzen Bach“ (geb. 1450) oder das Triptychon, ein origineller Altar aus der in die Liste UNESCO eingetragenen Kirche des heiligen Leonard in Lipnica Murowana. Nachdem wir das Museum verlassen haben, begeben wir uns Richtung Kathedralenplatz. Die Kathedralenstraße runter kommen wir zum Sobieskiplatz , dann biegen wir nach links ab und weiter abwärts  gehend nähern wir uns der „Großen Vorstadt“. Zur Zeit ist das der bekannteste Markt in der Stadt, der so genannte „Burek‘. Sein Name stammt aus einem Pflaster, mit dem der Platz bedeckt wurde. In einem der Häuser bei dem Markt (der eigentliche Name: „Platz des Generals Józef Bem“) ist im Jahre 1794 der Held von Polen und Ungarn – Józef Bem auf die Welt gekommen. Dann gehen wir an den Marktständen der Blumenhändlerinnen vorbei, die Straße der Jungfrau Maria entlang, zu einer von drei gotischen Holzkirchen in Tarnów, der Kirche der Gottesmutter  vom Skapulier, auch der Kirche in Burek genannt. Diese Kirche soll früher am Ort der heutigen Kathedrale gestanden haben, wurde aber nachdem man mit dem Bau eines gemauerten Gotteshauses ( vor 1400) angefangen hatte, abgerissen und an seinen jetzigen Ort an den Bach Wątok verlegt . Im Inneren des Gotteshauses (ein Sanktuarium) befindet sich das Gnadenbild der Jungfrau Maria Skapulier aus dem 16. Jahrhundert , dass auf Holz gemalt wurde.  Die Kirche erfüllte früher auch die Aufgabe einer Friedhofskirche, für den auf der anderen Seite der Narutowicza Straße gelegenen Friedhof, einer der ältesten (1787) und schönsten in der Woiwodschaft Kleinpolen Nekropole, des Alten Friedhofs. Auf diesem Friedhof wurden u.a.  die Aufständischen aus dem Jahre 1863, Rufin Piotrowski und der polnische „Edison“ Jan Szczepanik beigesetzt.

 

Das Diözesanmuseum in TARNÓW ( montags geschlossen) Kathedralenplatz 6, tel : 48146219993 www.muzeum.diecezja.tarnow.pl

Basilikakathedrale, Gottesdienste sonntags und an Festtagen : 6.00, 7.30, 9.00, 10.30,12.00, 15.00,16.30, 18.30, 20.00;Gottesdienste im Alltag: 6.00,  7.00, 8.00, 9.00,12.00, 18.00, die Kathedrale während des ganzen Tages geöffnet, www.katedra.tarnow.opoka.org.pl

Die Kirche der Gottesmutter vom Skapulier , Najświętszej Panny Marii – Straße 1, Gottesdienste sonntags und an Festtagen ; 6.30, 8.30, 10.30, 18.30, Gottesdienste im Alltag; 6.00,, 6.30, 7.30. Zuganglich außer Gottesdienste nur nach der früheren Vereinbarung tel: +48146213175, www.mbp.diecezja.tarnow.pl

 

Der zweite Tag – am Nachmittag:

Ein Spaziergang durch den „Schützenplatz“, der jüdische Friedhof (der Torschlüssel ist bei der Verwaltung des Bezirksmuseums und bei dem Tarnower Informationszentrum zu erhalten) das Denkmal des ersten Transports ins KL nach Auschwitz, die Goldhammera Straße.

Der städtische Park in Tarnów, genannt auch der Schützenpark wurde im Jahre 1866 angelegt. Im nördlichen Teil des Parks erhebt sich in der Mitte des Teichs auf den sechs ionischen Säulen  Sarkophag aus dem Jahre 1929, der die sterblichen Überreste des Generals Józef Bem ,des polnischen und ungarischen Helden,  in sich birgt. Vom Schützenpark gehen wir Richtung Osten, der Piłsudski Straße, dann R.Sitko – und Słonecznastraße entlang bis zum jüdischen Friedhof. Der jüdische Friedhof gehört zu den ältesten und interessantesten Friedhöfen in Südpolen. Er wurde im 16. Jh. errichtet. Auf dem Friedhof gibt es ein paar Tausend Grabsteine( Matzewa und Sarkophage), die ältesten stammen aus Ende des 17. Jhs.  Er wurde während der Okkupationszeit von den Deutschen verwüstet und zerstört. Er war auch der Ort von Massenexekutionen an Juden aus dem Tarnower Ghetto. Nach dem Krieg 1946 wurde an der Stelle des Massengrabs ein Denkmal errichtet, eine gebrochene Säule, die aus der Ruine der Tarnower Synagoge ( Jubiläumssynagoge) stammt. Die geschnitzte Inschrift kommt aus hebräischen Sprache „und die Sonne schien und schämte sich nicht“. Es lohnt sich noch die Tatsache zu erwähnen, dass sich seit 1991 in Holocaust Memorial Museum in Washington ein originelles, geschmiedetes Eisentor dieses Friedhofs befindet. Vom Friedhof begeben wir uns Richtung Altstadt. Zuerst gehen wir die R.Sitkostraße entlang , dann biegen wir in Goldhammerstraße ein. Die Straße wurde zu Ehren der Person von Dr.Eliasz Goldhammer, des Vizebürgermeisters von Tarnów benannt. Der Beschluss des Stadtrates über das Bekennen der Straße mit dem Namen einer Person der jüdischen Herkunft wurde zum Präzedenzfall in Polen anfangs des 20. Jahrhunderts. An dieser Straße befinden sich prachtvolle Bürgerhäuser.

Im Hausflur des Gebäudes der Kreditgesellschaft, das heute mit der Nummer 5 bezeichnet ist, befinden sich im Flur zwei Gedenktafeln, von denen eine zu Ehren Eliasz Goldhammer eingeweiht wurde. Auf der Vorderfassade des sich auf der anderen Seite befindenden Bürgerhauses Nr. 6 kann man die Inschriften in der jiddischen und polnischen Sprache sehen, die für die Speisen der Restaurant werben. Im Gebäude Nr. 1 war das letzte in der Stadt bis 1993 tätige Gebetshaus, im Haus Nr. 3 „befand sich eines der hervorragenden Tarnower Hotels. Wir kommen zur Wałowastraße, zum Denkmal von Roman Brandstetter, der sich an die Ecke des Bürgerhauses lehnt, mit einer Baskenmütze, eine Pfeife rauchend, sieht sich den Fußgängern an. Dann biegen wir nach Osten ab, gehen über den Platz der Ghettohelden an und die Dębowastraße und so kommen wir zum Platz der Auschwitzhäftlinge. Gleich daneben befindet sich das Denkmal des ersten Transports der Häftlinge nach Auschwitz. Am 14. Juni 1940 wurde von hier eine Gruppe von 728 Polen aus Tarnów und der Umgebung von den Nazis zum ersten Transport ins Konzentrationslager nach Auschwitz abtransportiert.

Ein Abendessen in einem der Tarnower  Restaurants. Der Gastronomiegewerbe der Stadt ist sehr ausgebaut. Das Angebot umfasst sowohl polnische als auch internationale Küche. Die Liste der Gastronomielokale ist unter www.tarnow.travel zu erreichen.

 

Der zweite Tag – am Abend

Unterhaltung in einem der Clubs der Stadt. Mehr Informationen finden Sie unter www.it.tarnow.pl

 

Der dritte Tag – am Vormittag

Souvenirs kaufen, ein Spaziergang auf den Berg  des heiligen Martin (2 km vom Marktplatz, der am weitesten nördlich gelegene Teil der Karpaten), Besichtigung der Kirche des heiligen Martin und der Burgruine der Familie Tarnowski, der Aussichtspunkt, das Stadtpanorama, Erholung und das Mittagessen im Restaurant in der Nähe der Burgruine. Bevor wir losgehen, schlagen wir Ihnen vor, etwas von den Tarnower Andenken einzukaufen. Unter vielen Erinnerungsstücken empfehlen wir Ihnen die, deren Herkunft eng mit der Stadt zusammenhängt (Glas, Kristalle, Brot). Wir laden Sie herzlich in unsere Galerien und Souvenirgeschäfte ein, die Liste der Geschäfte finden Sie unter www.it.tarnow.pl. Vergessen Sie bitte nicht unsere Schlehdornprodukte zu probieren. Der Name der Stadt Tarnów stammt von dem Schlehdornstrauch „tarnina“. Es gibt zwei  Arten von Schlehdornprodukten: den Tee für die ganze Familie und den Schlehdornlikör für Volljährige. Bevor man sich eine Wanderung auf den Berg des heiligen Martin unternimmt, muss man sich unbedingt das Denkmal von König Władysław Łokietek anschauen, der Tarnów im Jahre 1330 die Stadtrechte verliehen hat. Das Berühren mit der rechten Hand des Schuhs des Königs soll Glück bringen und Wünsche erfüllen.

Auf dem Berg des heiligen Martin befindet sich die Burgruine des Gründers (Spycimir) und der späteren Stadtinhaber (die Familie Tarnowski und ihre Nachfolger). Die beste Zeit erlebte die Burg unter der Herrschaft von Jan Amor Tarnowski. Er hat die Burg im Renaissancestil ausgebaut. Auf der Burg befand sich damals eine berühmte und großartige Bibliothek. Die Burg wurde von den hervorragenden Humanisten besucht u.a. von J. Kochanowski, M. Rej, M. Kromer, was natürlich von der Ausbildung und dem intellektuellen Niveau des Besitzers zeugt. Im Jahre 1528 hat Jan Tarnowski die Burg dem ungarischen König Jan Zapolya zur Verfügung gestellt. Er versuchte  von hier seine Krone zurückzubekommen, er hat hier sogar seine eigene Münze prägen lassen. Heute breitet sich von der Burgruine die schönste Aussicht auf die Stadt Tarnów aus. Wenn man weiter von der  Burgruine östlich Richtung Fernseh – Relais geht, kommen wir zur Kirche des heiligen Martin, die im 15. Jh. erbaut wurde. Mit diesem in dem gotischen Stil erbauten Gotteshaus hängen viele Legende zusammen . Eine von ihnen sagt, die Kirche wurde von dem angeschwollenen Dunajecwasser auf den Berg gebracht und hinterlassen. Müde nach langem Spaziergang kommen wir zum Restaurant, das sich am Fuße der Burgruine befindet.