Die Bimah

Die Bimah (Hebräisch bedeutet eine Erhöhung) ist ein Teil der Synagoge, meistens in Podiumsform, von der aus die Torafragmente und die prophetischen Bücher vorgelesen werden. Das sind die Überreste der ältesten, gemauerten Tarnower Synagoge, die nach 1661 gebaut wurde. Ursprünglich stand an dieser Stelle wahrscheinlich ein Holzbau, der von vielen Bränden heimgesucht, durch einen gemauerten Bau ersetzt wurde. Sowohl die „Alte Synagoge“ als auch die anderen Bethäuser wurden von den Nazis am 9. November 1939 niedergebrannt. Die Brandstätte, die das Feuer nicht zerstört hatte, wurden einige Monate später abgerissen. 1987 wurde die Bimah mit einem Dach bedeckt. Seit 1996 bewirtet sie reichlich die Künstler, die während den von dem Verein für Pflege der Stadtdenkmäler der jüdischen Kultur organisierten „Gedenktagen der galizischen Juden“ auftreten. Von der Synagoge sind nur vier Säulen aus Ziegelstein mit einem Teil des Dachs den sie stützen, erhalten geblieben. Zwischen den Säulen wurde das Podium (Bimah) gebaut. Und so nannte man auch das unversehrt gebliebene Fragment.