Die Goldhammer-Straße

Die Straße, auf der am Ende des 19. Jahrhunderts und am Anfang des 20. Jahrhunderts das jüdische Leben blühtete ehrt die Person von Dr. Eliasz Goldhammer, des Anwalts und des Vizebürgermeisters von Tarnów in den Jahren 1906-11. Für große Verdienste für die Tarnower Gesellschaft hat der Stadtrat die frühere „ Zdrojowa- Straße“ nach dem jüdischen Bürger benannt. Im Bürgerhaus Nr. 1 befand sich im ersten Stock das letzte in der Stadt tätige Bethaus, das in seiner Obhut der letzte Tarnower Jude Abraham Ladner hatte. Unter der Nr. 3, im heutigen Stadtamtsgebäude befand sich das im Jahre 1904 erbaute „ Soldinger- Hotel“ das eine Visitenkarte dieser Straße war. Während der Okkupationszeit wurde es in ein Hotel für deutsche Soldaten umgewandelt. Nach dem Krieg befand sich hier der Sitz der Glaubensgemeinde und auch das erste Bethaus wurde hier gegründet. Unter der Nr.5 befindet sich das im Jahre 1890 im eklektischen Stil erbaute Gebäude der ehemaligen jüdischen Kreditgesellschaft. Im Gebäudeflur hat man 2 Gedenktafel zu Ehren von Herman Metz, dem Mitglied des Stadtrats, dem Initiator des Gebäudes und von Eliasz Goldhammer, eingemauert. Auf der anderen Seite unter der Nr. 6 kann man die Inschriften in der jiddischen und polnischen Sprache sehen, die für die Restaurantspeisen werben.