Die Jubiläumssynagoge

In der Umgebung der „Nowa-Straße“ und „Waryński-Straße“ gab es viele Institutionen, die für die jüdische Gemeinde von großer Bedeutung waren. Von der westlichen Seite in der Straßenecke der „Nowa-Strasse“ befand sich das „kahał“ Gebäude, der israelischen Gemeinde. Gleich daneben stand eine kleine Synagoge von Debora Menkes (Weksler), einer Wohltäterin der jüdischen Gemeinde und der Stifterin des jüdischen Hospitals. An der östlichen Ecke der Nowa- Straße, dort wo sie sich mit der „Waryński-Straße“ kreuzte, stand ehemals eine der größten Tarnower Synagogen, die so genannte Neue Synagoge. Sie wurde fast 60 Jahre, von 1848 bis 1908 gebaut. Am 18. August 1908, am Geburtstag von Franz Joseph wurde sie zum Gebrauch übergeben, und wurde deshalb offiziell  Jubiläumssynagoge oder Franz Josephs- Synagoge genannt. Ihre goldene Kuppel überragte die Stadt, und war der Stolz der Tarnower Juden. Am 9 November 1939 wurde sie von den Deutschen wie auch die anderen Synagogen in Brand gesetzt. Die Synagoge brannte 3 Tage. Einige Monate später wurden die ausgebrannten Mauern gesprengt. Eine der Säulen die man aus den Trümmern ausgegraben hatte, dient als Denkmal der Vernichtung und befindet sich auf dem jüdischen Friedhof.