Das Haus an der Sowinskistraße

Das Haus an der Sowińskistraße wurde nach dem Entwurf von August Tarkowski im Jahre 1907 errichtet und war das erste Familienhaus des Arztes Zygmunt Dzikowski, dem Schwiegervater von Jan Szczepanik nach dem Umzug von Przemyśl nach Tarnów. Die Attika des Mietshauses ist mit einem Frauenkopf verziert, das die Tochter des Besitzers, die zukünftige Frau des „polnischen Edison“ Wanda Szczepanik darstellt. Im Dachgeschoss des Hauses hat Jan Szczepanik an einer neuen Methode gearbeitet, nämlich der Methode „des Verblassens“. Sie ermöglichte, Fotos und Abzüge in natürlichen Farben zu entwickeln. Mit dem Problem der Farbfotografie beschäftigte sich der Erfinder von dem Jahre 1902 bis zum Ausbruch des I. Weltkrieges. Er hat eine Reihe von Erfindungen aus dem Bereich der Farbfotografie patentiert. Ab dem Jahre 1907 hat er im Grunde in drei Städten gelebt und gearbeitet nämlich in Tarnów, Wien und Dresden. Bis zum Ausbruch des Krieges im Jahre 1914 und dem Umzug nach Wien, um die Auswirkungen der Fronttätigkeiten um Tarnów zu vermeiden, soll er in diesem Haus mit Tätigkeiten angefangen haben, die zur Bereicherung des Kinobildes um Farbe und Ton führten. Seine Experimente auf diesem Gebiet hat er in der Hauptstadt der Habsburgermonarchie fortgesetzt und dann nach seiner Rückkehr nach Tarnów in dem neuen Sitz der Familie an der Szopenstraße.